Schriftzug

 

 Versionsvergleich 
 
Das Einzelhörspiel von 1979   Die Gruselserienfolge von 1981   Die Klassiker-Version von 1999
Dracula trifft Frankenstein   Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten   Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten
Einzelhörspiel
515 637.8
(1979)
  Gruselserie
515 675.0
(1981)
  Gruselserie
74321 66233 2
(1999)

Seite 1
Seite 2
 Die Sprecher des Hörspiels

Erzähler Karl Walter Diess
Tom Fawley Horst Frank
Eireen Fawley Brigitte Kollecker
Wirt Benno Sterzenbach
Dr. Stein Hans Paetsch
Dr. Finistra Johanna Wegener
Humunculus Ernst von Klipstein
Graf Dracula Gottfried Kramer
Hemator Volker Bogdan [Schrei aus "Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen" • E 285]
Dorfbewohner Werner Cartano [Satzkonserven aus "Winnetou 1, 3. Folge" • E 134]

Buch: H. G. Francis
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Musik und Effekte: Bert Brac / Tonstudio EUROPA
Eine Studio EUROPA-Produktion
Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann

 

 Erste Information

Stefan Schmidt fertigte die Transkription des Hörspiels "Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten" an. Diese wurde von mir durch den Versionsvergleich zu der ursprünglichen Fassung ("Dracula trifft Frankenstein") und zur überarbeiteten Version (seit Mai 1999 im Rahmen der "Rückkehr der Klassiker" auf MC und CD erhältlich) ergänzt; erstmals entstand somit ein doppelter Versionsvergleich. Dabei galt es nicht nur, sich mit den verschiedenen hinzugefügten Musiken (oftmals im Hintergrund einer Szene) herumzuschlagen, sondern auch ganz genau in die Dialoge zu hören, denn sowohl 1981, als auch 1999 gingen die Bearbeiter mit einer erstaunlichen Akribie vor. Man griff nicht oft ein, wählte jedoch oftmals Passagen, die einer Bearbeitung gar nicht bedurften. Aber das dürfte der geneigten Leserschaft bereits hinlänglich bekannt sein ...

 

 Die Faustregel zum Lesen der Hörspielabschrift:

 
Da diesmal drei Versionen eines Hörspiels miteinander verglichen wurden, mußten die Passagen, in denen etwas entfernt oder hinzugefügt wurde, auch zeitlich voneinander zu unterscheiden sein.

• Eingriffe, die man bereits 1981 vornahm, als das Hörspiel für die Gruselserie aufbereitet werden sollte, wurden dunkelrot gefärbt, während die Bearbeitungen anläßlich der "Rückkehr der Klassiker" (1999) blutrot gehalten sind - diese Wunden sind halt noch frisch ...

• Wie bereits gewohnt, sind die Partien, die weggeschnitten wurden, fettgedruckt. Doch nicht nur das: Wenn der verwendete Browser die Darstellung von Style-Sheet-Formatierungen erlaubt (Microsoft Internet Explorer ab Version 3.0, Netscape ab Version 4.0), erscheinen jene Passagen auch durchgestrichen. - Jene Ergänzungen, die in der vorherigen Fassung fehlten, also neu hinzukamen, wurden in der Transkription unterstrichen.

Alle Klarheiten beseitigt? Na, dann ist es wohl höchste Zeit für ein Beispiel:

 
Eireen: Was willst du in der Bibliothek? Warum gehen wir nicht ins Eßzimmer zurück, oder noch besser, warum gehen wir nicht gleich zum Auto!?
Tom: Vielleicht, vielleicht gibt es so etwas wie eine Schloßchronik, Eireen, wenn du recht hast und dies das Schloß des Grafen Dracula ist ...
(Tür wird knarrend geöffnet und schwingt kurz in den Angeln; eine Uhr tickt.)
Tom: ... wenn das so ist, dann muß es Aufzeichnungen über ihn geben.

1981 wurde die Wiederholung "wenn das so ist" herausgeschnitten. 1999 strich man nicht nur die zweite Doppelung innerhalb von Horst Franks Satz ("vielleicht"), sondern man beraubte auch, wohl um den 1981 vollzogenen Schnitt zu glätten, die Tür um einige Quietschlaute. Wie fragte Tom Fawley doch so schön: "Geht das nicht ein bißchen zu weit ...?" - Wie dem auch sei, hier ist noch ein Beispiel:

 
Dracula: Vergessen Sie es. Es war geschmacklos. Ich verschließe den Sarg.
(Sargdeckel wird mit einem Knall geschlossen.)

Warum auch immer: 1981 setzte man noch einen Knall drauf.

 

 


Seite 1
Seite 2
 

 

H.G. Muck Versionsvergleiche und Transkriptionen
präsentiert von www.europa-vinyl.de und den Gruselseiten!

Dieser Gastbeitrag von Stefan Schmidt erschien am 23.07.2000 erstmals in den Gruselseiten und ist seit dem 25.11.2000 auch auf der www.europa-vinyl.de zu finden.

Sven Haarmann/Harald Lutz, 25. November 2000

 

© Sven Haarmann / Stefan Schmidt (23. Juli 2000)